Psychotherapeutische Praxis

Sabine Ecker

Psychologische Psychotherapeutin

Verhaltenstherapie | Hypnotherapie | Systemische Paartherapie
Qigong und körperorientierte Verfahren | EMDR

Orientierung an Zielen und an Lösungen

Das Kunststück ist nicht,
dass man mit dem Kopf durch die Wand rennt,
sondern dass man mit den Augen die Tür findet.
Georg von Siemens

In der Psychotherapie oder Beratung bestimmen grundsätzlich Sie, an welchen Zielen gearbeitet werden soll. Das heißt, dass ich mich zu Beginn der Beratung (und natürlich auch im weiteren Verlauf) sehr dafür interessieren werde, was Ihr Ziel oder Anliegen für die Beratung ist.
Das heißt nicht, dass Sie im ersten Gespräch schon ganz genau wissen müssen, was Ihre Ziele im Leben sind. Manchmal ist das Ziel der Beratung am Anfang auch zunächst: Mir klarwerden darüber, was ich eigentlich wirklich will. Auch das kann ein sinnvolles Anliegen für eine Beratung sein.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine klare Zielformulierung zu Beginn der Therapie oder Beratung sehr wichtig ist. Erfolglose Therapien zeichnen sich in diesen Studien, aber auch in meiner persönlichen Erfahrung, im Rückblick vor allem dadurch aus, dass schon zu Anfang keine wirklich konkrete und sinnvolle Zielvereinbarung getroffen werden konnte.

Orientierung an Lösungen bedeutet, dass das Hauptaugenmerk der Beratung immer darauf liegt, im Hier und Jetzt neue Wege zu erschließen, Türen zu öffnen. Dafür kann es manchmal sinnvoll sein, zeitweise auch über Probleme und über die Vergangenheit zu sprechen. Ein „Aufarbeiten der Vergangenheit“ wird im ressourcenorientierten Ansatz, der in der  Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und systemischen Therapie verfolgt wird, jedoch immer nur in dem Umfang für sinnvoll gehalten, wie es für das Erreichen aktueller Zielsetzungen erforderlich ist, und in einer Weise, die es Ihnen ermöglicht, aus vergangenen Erfahrungen jetzt neue Schlüsse zu ziehen. Wenn z.B. schlimme Erinnerungen aus der Vergangenheit – sogenannte Traumata – Sie daran hindern, jetzt das zu tun, was Sie eigentlich gerne tun würden.

In der Traumatherapie lässt sich die Arbeit mit hilfreichen inneren Bildern übrigens sehr gut einsetzen, um ein schonendes und innerlich stärkendes Vorgehen zu ermöglichen, bei dem zunächst die psychische Stabilisierung im Vordergrund steht (z.B. durch den Aufbau eines inneren sicheren Ortes, oder durch die Kontaktaufnahme mit starken und hilfreichen Seiten der eigenen Persönlichkeit). Auf dieser Grundlage kann man sich dann schrittweise auch den schrecklichen inneren Bildern annähern (auch dafür gibt es spezielle traumatherapeutische Methoden, die z.B. dabei helfen, die inneren Bilder kontrolliert und in sinnvoller Weise aus dem Gedächtnis abzurufen und nicht mehr unwillkürlich von ihnen überschwemmt zu werden).

Zielsetzungen können sich im Verlauf eines Beratungsprozesses auch verändern, dafür gefällt mir sehr gut das Bild eines Eisbergs: Wenn ich die Spitze erfolgreich abgetragen habe, und es ist ein Eisberg darunter, dann kommt ganz von alleine das nächste Stück des Eisbergs zutage, das ich dann im nächsten Schritt bearbeiten kann (auf der Basis einer dann schon gewachsenen Vertrauensbeziehung und eines gewachsenen Selbstvertrauens beim Klienten). Selbstverständlich ist es auch möglich, sich direkt dem Eisberg zuzuwenden, wenn man weiß, dass er da ist. Manche Menschen wissen oder ahnen das schon, wenn Sie zur Beratung kommen, manche möchten aber nicht gleich von Anfang an darüber sprechen, sondern erst langsam Vertrauen finden. Aber manchmal ist der Eisberg auch schon längst geschmolzen, und nur noch die Spitze übrig, dann können unter Umständen schon wenige Beratungs- oder Therapiestunden erstaunliche Erfolge bewirken.